Die Kieferorthopädie ist als Fachgebiet der Zahnmedizin mit der Erkennung, Verhütung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen befasst. Dabei ist nicht nur das ästhetische Aussehen gerader Zahnreihen wichtig, sondern besonders die Erhaltung oder Wiederherstellung wichtiger Gesundheitsfaktoren. Moderne Kieferorthopädie berücksichtigt daher auch die Prinzipien der Funktionslehre und Funktionsdiagnostik.
Im deutschen Sprachraum wird die Bezeichnung Orthodontie selten benutzt. Orthodontie will nicht mehr sein als 'das Zurechtrüken der Zähne'. Die Kieferorthopädie beschäftigt sich mit dem 'Zurechtsetzen der Kiefer'.
Es ist mölich, die Kiefer mit einer Apparatur so zu regulieren, dass Form und/oder Stellung sich verändern. Darüber hinaus steht fest, daß die Versetzung von Zähnen innerhalb der erblich festliegenden Kieferform hinsichtlich der Stabilität eines Behandlungserfolges gute Aussichten bietet.
Zähne können ihre Positionen ein Leben lang selbst verändern. Sie lassen sich deshalb auch ein Leben lang gezielt bewegen. Es ist möglich, die Kiefer mit Apparaturen so zu beeinflussen, dass Stellung und/oder Form sich verändern. Die Versetzung von Zähnen innerhalb erblich festliegender Kieferformen ist mit Blick auf die Stabilität eines Behandlungserfolges aussichtsreich. Orthodontische Maßnahmen sind dabei in jedem Alter möglich. Orthopädische Umbauten im Kiefergelenk sind in der Regel nur in der Wachstumsphase - etwa bis zum 18. Lebensjahr - erfolgreich.

